Energieversorgungsunternehmen aus der Region Bern
| Kurzprofil | Ein regionales Energieversorgungsunternehmen in der Region Bern stand vor der Frage, wie sich steigende PV-Überschüsse, Ausgleichsenergierisiken und Lastspitzen wirtschaftlich und regulatorisch beherrschen lassen. Gleichzeitig sollten auch Opportunitäten aus der Regelenergievermarktung berücksichtigt werden. Ziel war eine belastbare Grundlage für die Bewertung eines Batteriespeichersystems. |
| Herausforderung | Mit dem wachsenden Anteil dezentraler Photovoltaik nahm der Druck auf Beschaffung, Bilanzierung und Netzbetrieb spürbar zu. Im Fokus standen insbesondere die Abnahme von PV-Strom in der Grundversorgung, die Vermeidung von Ausgleichsenergie, die Reduktion von Lastspitzen gegenüber dem übergeordneten Netz sowie die Frage, unter welchen regulatorischen Rahmenbedingungen zusätzliche Flexibilität wirtschaftlich tragfähig ist. |
| Lösungsansatz | Die BKW untersuchte, welchen Beitrag ein Batteriespeichersystem in diesem Umfeld leisten kann. Dazu wurden verschiedene Speichergrössen, Betriebsstrategien und Anwendungsfälle modelliert und miteinander verglichen. Technische Annahmen wurden plausibilisiert sowie regulatorische Rahmenbedingungen bewertet und soweit möglich berücksichtigt. In mehreren Szenarien wurden Einspar- und Erlöspotenziale, Risiken sowie die wirtschaftliche Tragfähigkeit unterschiedlicher Speicherkonfigurationen verglichen. |
| Ergebnis Mehrwert | Die Analyse zeigte, dass ein Batteriespeicher im EVU-Umfeld vor allem dann relevant wird, wenn mehrere Anwendungsfälle gemeinsam betrachtet werden. Eine isolierte Nutzung zur Vermeidung von Ausgleichsenergie erwies sich als wirtschaftlich unzureichend. In einer kombinierten Betrachtung konnte ein BESS hingegen einen messbaren Beitrag zur Reduktion von Ausgleichsenergierisiken leisten und gleichzeitig zusätzliche wirtschaftliche Potenziale erschliessen. |